Frankfurter Schach
Stadtmeisterschaft 1925


Frankfurt a. M.Freie Schachvereinigung e.V. Dieser rührige aufwärts strebende Schachverein, der nahezu 250 Mitglieder zählt und in welchem sich das Hauptschachleben Frankfurts abspielt, nahm am Samstag, den 10. Januar im großen Festsaal des Löwenbräu unter reger Beteiligung der Mitglieder die Preisverteilung an diejenigen Mitglieder vor, welche als Sieger aus dem am 20. Oktober begonnenen Meisterschafts- und Vereinsturnier hervorgegangen sind. - Die Mittel hierzu wurden in hochherziger Weise von dem Mitgliede Herrn Albert Rothschildt gestiftet. - Hierauf nahm der 2. Vorsitzende Herr Schönfeld die Preisverteilung vor. Herr Orbach erwarb sich den Titel des Schachmeisters von Frankfurt mit 7½ Punkten, den 2. Preis erhielt Herr Braff mit 5½, den 3. Preis Herr Lipiniki mit 4 Punkten, einen Trostpreis erhielt Herr Hövel mit 2 Punkten. Im Vereinsturnier erhielt in der 1. Klasse Herr Schiller mit 5 den ersten, Herr Schmidt mit 4 den zweiten, Herr Gutschlicht mit 2½ Punkten den dritten Preis; in der II. Klasse: Herr Limer mit 4 den ersten, Herr Frohmann mit 3½ den zweiten, Herr Kircher mit 2½ Punkten den 3. Preis. Den Schönheitspreis erhielt Herr Orbach. Die Preise im Meisterschaftsturnier bestanden für den Ersten in Mk. 100.-, für den Zweiten in Mk. 70.-, für den Dritten in Mk. 30,-. Die Sieger im Vereinsturnier erhielten wertvolle, silberne Becher mit entsprechenden Widmungen. Die Turnierleitung lag in den Händen der Herren Schönfeldt, Dr. Minkel und Richard Schmidt. Nach vollzogener Preisverteilung fanden musikalische und humoristische Vorträge statt. Ein Tanz beendete das schöne Fest. - Gleichzeitig fand am 10. Januar ein Wettkampf (Rückspiel) mit dem Hanauer Schachverein statt, welchen Frankfurt mit 10½ zu 5½ gewann. Die Mitglieder des Hanauer Schachvereins wohnten der Preisverteilung bei und dürften frohe Stunden verlebt haben. (4)
Frankfurt a. M. Das Meisterschaftsturnier für 1925 ist beendet. An der Vorrunde nahmen 15 Herren teil, von denen sich Braff, Hövel, Lipinsky, Orbach, Dr. Rotschild und Stiefel für die Siegergruppe qualifizierten. Den 1. Preis und den Meisterschaftstitel erstritt sich Orbach mit 71/2 (8) vor Braff 51/2, Lipinsky 4 und Hövel 2.(1)
(3)Wilhelm Orbach, Duisburg 1929
Frankfurt a. M. Nr. 93. Wiener Partie. Aus den Ausscheidungskämpfen des Turniers um die Meisterschaft von Frankfurt a. M. 1925 im November 1924 gespielt. Sie erhielt einen Schönheitspreis.










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Unger - Orbach [C29]

Frankfurter Stadtmeisterschaft 1925


1. e4 e5 2. Nc3 Nf6 3. f4 d5 4. fxe5 Nxe4 5. Nf3 Nc6 6. d3 Nxc3 7. bxc3 d4 8. cxd4 Nxd4 9. c3 Nxf3+ 10. Qxf3 Be6 11. Qxb7 Bd5 12. Qb2 Be7 13. Be3 Rb8 14. Qc2 O-O 15. c4 Bh4+ 16. Bf2 Qg5 17. Rd1?? Qe3+ 18. Qe2 Bxf2+

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Quellen:
(1) Aus Ludwig Bachmann, Schachjahrbuch 1924, Erster Teil, Ansbach 1925, S. 164, gefunden von Sfr. Udo Güldner, Forchheim
(2) Aus Ludwig Bachmann, Schachjahrbuch 1924, Erster Teil, Ansbach 1925, S. 167f, gefunden von Sfr. Udo Güldner, Forchheim
(3) Foto aus dem Archiv von Alfred Diel, gefunden im Kaissiber Nr.21, Okt.-Dez 2005
(4) Aus Deutsche Schachblätter 14.Jg. Nr.3 vom 1.Februar 1925, Titelseite, gefunden von Thomas Henrich, Gießen

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